Sauerkirsch wurde im Sommer 1979 von Martin Wilhelm (Maschtei), Thomas Gartner (Gartei) und Michael Ruh (Mike) im Freibad in Reit im Winkl gegründet. Wir nannten die Band Sauerkirsch, weil uns nichts Passendes einfiel. Auf einem Einkaufszettel, den Maschtei von seiner Mama dabei hatte, stand an erster Stelle Sauerkirsch Marmelade. Die Marmelade ließen wir weg und so bliebs bei Sauerkirsch.
Als erster Schlagzeuger spielte Sebastian Moritz (Wasti) aus Mietenkam bei uns mit. Das Repertoire bestand ausschließlich aus Eigenkompositionen in Hochdeutsch und Englisch. Das Equipment bestand aus drei Gitarren, einem Schlagzeug, zwei Verstärker und einer selbstgebastelten Lichtanlage.
Geprobt wurde im Keller des Pfarrhauses, den uns Pfarrer Bargon zur Verfügung gestellt hatte. Im Pfarrsaal fand dann 1980 auch der erste Auftritt statt. Es waren ca. 300 Zuschauer anwesend und der Eintritt betrug 5 Mark. Weitere Auftritte in der Reit im Winkler Wirtshausszene (Woipadinger, Schneemannbar usw.) folgten.
1982 stiegen Mike und Wasti aus der Band aus und Florian Hörterer (Schlagzeug), Markus Peckelson (Gitarre) und Thomas Peckelson (Keboards) stiegen bei uns ein.
In dieser Formation spielten wir nur für kurze Zeit. Es gab einen Auftritt beim Schul-Sommerfest auf dem Pausenhof der Volksschule Reit im Winkl.
1983 verließen uns dann Markus und Thomas. Dafür stiegen Daniel Zeus (Kavier und Saxophon) und Michael Lermer (Saxophon), alle aus Reit im Winkl, bei uns ein. Wir fingen an, auf Boarisch zu singen und wurden damit dann auch bekannt (Rockmusik mit bayr. Texten).
Die ersten Lieder auf Boarisch waren: "Malerpatza", "Ah geh laßt´s ma doch mein Ruah" und natürlich "Das Gelbe Haus Strass Nr. 4" (ein echter Knaller bis Heute).
Es folgten viele erfolgreiche Auftritte im ganzen Chiemgau und Tirol.
1985 kam der große Durchbruch. Auf Empfehlung der Daxenberg Blues Band durften wir bei einem großen Open Air am Sportplatz Übersee, organisiert vom Sandl Theo (damals Kultgastronom in Übersee und später einer unser größten Fans), als Vorband auftreten. Dort präsentierten wir das erstmal unseren Kulthit "Mit da Latt'n auf da Matt'n". Das Ding schlug ein wie eine Bombe und wir bekamen viele Auftrittsangebote.
1986 stieg Poldi Hörterer (der große Bruder vom Flori) bei uns ein. Der Poldi war und ist ein sehr vielseitiger Musiker. Zusammen mit Ihm komponierten wir die Rockoper, “Da Loisl und die große Welt”, die auch gleich im selben Jahr im Reit im Winkler Pfarrsaal mit großem Erfolg aufgeführt wurde.
Als Verstärkung holten wir uns noch Kaspar Speicher (Posaune) dazu. Somit hatten wir einen richtigen Bläsersatz: Michi (Tenor und Baritonsaxophon), Poldi (Trompete) und Kaspar (Posaune). Der Bläsersatz ist heute noch das große Markenzeichen von Sauerkirsch, allerdings in anderer Besetzung.
1987 war ein spannendes Jahr. Sepp Lechner (Trompete), Franz Pichl (Saxophon) Peter Lechner (Posaune) und "Sir Schleich" Thomas Strohmayer (Saxophon), alle aus Übersee, stiegen bei Sauerkirsch ein. Das war schon eine richtig fette Besetzung.
Es folgten viele Hallenauftritte, Open Airs in München, Salzburg, Rosenheim und zu Hause im Chiemgau. In dieser Zeit wurden sehr viele Lieder geschrieben: Das "Bussal", "Annamirl", "Oh Zilli", "Solang de Leber lebt". Zum ersten mal wurden Coverversionen getextet: z.B. "Rettet Snoopy" (Hang on Snoopy - Mc Coys), "So was stinkt ma" (Let´s stick together - Bryan Ferry), "Hollywood Foan" (Hollywood Nights - Bob Seger), und sehr viele Blues Brothers Covers.
1988 fand das erste Weihnachtskonzert statt. Natürlich an einem 23. Dezember in der Felwies/Übersee.
Allerdings war das ganze nur als Jux gedacht. Ein Veranstalter rief uns Morgens an und sagte, er bräuchte noch eine Band für den Abend, weil eine ausgefallen ist und ob wir das machen könnten. Allerdings könnte er nicht viel bezahlen. Wir einigten uns mit Ihm auf zwei Kisten Augustiner Edelstoff und 50 Mark für die Taxikosten nach Reit im Winkl. Allerdings konnten wir unter diesen Umständen nur in kleiner Besetzung auftreten, d.h. Maschtei (Gesang und Casio Mini Orgel), Flori (Marschtrommel) und D´Gartei (Wandergitarre). Was wir an diesen Abend gespielt haben wissen wir nicht mehr, aber die ca. 80 Zuschauer amüsierten sich köstlich.
1989 hörte unser Dani und da Poldi auf. Dafür stieg dann “OHIO - Edwin Buger” (Klavier, Hammond-Orgel und Geige) bei uns ein. Geprobt wurde seit längerer Zeit schon im Musikheim in Übersee. Das war ganz praktisch, weil das Pub vom Sandl Theo ned weit weg war. Dort vor der Haustür entstand auch das berühmte Foto, das dann später als Plakat verwendet wurde um das erste bzw. zweite große Weihnachtskonzert zu bewerben. Das Weihnachtskonzert verlief so gut, das wir in der selben Woche noch mal engagiert wurden. Wir sollten beim "Krischei" (Kultgastronom im Underground oder Schindahansel) im “Champ” (Strandcasino) in Chieming eine Vorsilvester Mitternachtshow spielen. Es dauerte damals von 12 Uhr Mitternacht bis 5 Uhr Morgens und der Laden war brechend voll.
1990-92 war dann bis auf ein oder zwei Auftritten Pause bei Sauerkirsch. Da Gartei ging zur Kriegsmarine und an Ohio zogs nach Frankreich zur Fremdenlegion.
1993 gings dann wieder weiter. Wir reformierten uns wieder. Am Klavier spielte wieder der Dani und wir schrieben unserer zweite Rockoper: ”Robin Hut, der König der Klobürsten.”
Dieses Spektakel führten wir im Sommer im Strandcasino in Chieming auf. Zu diesem Anlass haben wir auch eine riesige Ritterburg aus Pappkartons gebaut. Die Rolle des Robin Hut übernahm da Maschtei, und seine Geliebte Lady Marian war da Gartei. Der Rest spielte Robin Huts Bande.
Es kamen 1200 Zuschauer und es war eine Riesengaudi. Doch wir beschlossen, es nicht noch einmal zu machen, da der Aufwand zu groß war.
1994 stieg "Da Bua" - Eduard Lengg (Leadgitarre) bei uns ein und da Dani hatte leider immer weniger Zeit und wurde oft vom Braxn Max vertreten.
1995 spielten wir unsere erste CD mit dem Titel, “Mit da Lattn auf da Mattn”, ein. Sie verkaufte sich sehr gut und ist schon lange vergriffen.
1996-97 folgten verschiedene Auftritte. Wir waren oft in München im Schwabinger Podium, wo auch die Spider Murphy Gang auftrat, und im Pitterkeller in Salzburg. Es war eine schöne Zeit.
1998 kam es dann zum Bruch. Wir verstanden uns nicht mehr so gut und Maschtei beschloss, es ist Zeit für einen Neuanfang. Er formierte eine fast komplett neue Band. Geblieben sind da Gartei und da Sepp. Neu dazugekommen sind damals: “Da Brez“ Schorsch Meier - Gitarre, “Da Fetz“ Peter Janotta - Schlagzeug, Markus Reiter - Klavier, Jens Hidde - Bass, Peter Lechner - Saxophon. Die ganze Sache lief von Anfang an sehr gut. Wir erweiterten unser Repertoire, probierten verschieden Musikstile aus und gaben viele Konzerte.
1999 spielten wir unsere zweite CD mit dem Titel, “Mei Mama hod g´sogt”, ein. Darauf sind ausschließlich Coverversionen mit bayrischen Texten. Besonders erfolgreich war sie nicht, aber mittlerweile ist auch sie vergriffen.
2005 verläßt uns Jens Hidde. Er zieht mit seiner Frau nach Südfrankreich. Dafür kehren Peter Lechner und Franz Pichl zurück. Jetzt waren wir fast alle wieder zusammen.
2007 gaben wir unser erstes unplugged Konzert im Mühlwinkl in Staudach, was sehr interessant, spannend und auch sehr erfolgreich war. Wir haben das ganze live mitgeschnitten.
2009 kommt der Mitschnitt mit zweijähriger Verspätung (große rechtl. Probleme) mit einer großen Präsentation raus. Titel:” Einfach g´spuit”.
2010 spielen wir das erste mal zusammen mit der Blaskapelle Übersee auf dem legendären Reggaefestival "Chiemsee Reggae Summer" in Übersee. Das war schon ein großes Erlebnis. Derzeit proben wir fleißig für das alljährlich kommende Weihnachtskonzert in “Da Feldwies” in Übersee.

 
Xmas-Konzert
23.12.2018

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